Politisches Engagement –kritisch und solidarisch

Advocacy

Armut und Reichtum sind in der Welt ungerecht verteilt, Krankheit und Gesundheit auch. Das muss nicht so bleiben. Wir wollen das ändern und engagieren uns, damit Gesundheit für alle möglich wird.

Deshalb appellieren wir an Politik, Kirche und Gesellschaft, ihren Beitrag zu mehr globaler Solidarität und Gerechtigkeit zu leisten. Dann klappt es auch mit mehr Gesundheit in der Einen Welt. 

Medizin für Migranten

Uns liegt auch die Gesundheit von Menschen am Herzen, die aus ihrer Heimat geflohen sind und bei uns Schutz suchen. In Würzburg und Umgebung kümmern wir uns um die medizinische Versorgung von Geflüchteten. 

Seit 2008 sind wir mit der KWM-Missioklinik in Gemeinschaftsunterkünften für Asylbewerber in Würzburg und Umgebung tätig. Im Auftrag der Regierung von Unterfranken übernehmen Ärzte, Ärztinnen und Pflegekräfte die medizinische Versorgung der dort lebenden Menschen. Tägliche Sprechstunden in der größten Gemeinschaftsunterkunft Unterfrankens bieten den Geflüchteten ein niederschwelliges Gesundheitsangebot.

Das „Würzburger Modell“ ist außergewöhnlich und erfolgreich. Ohne Terminvereinbarung, Behandlungsschein und bürokratische Hürden können die Geflüchteten in die Sprechstunden in den Unterkünften kommen.

Seit 2020 betreuen wir in der Region Unterfranken ein Projekt zur Verbesserung der Gesundheit von geflüchteten Kindern mit dem Schwerpunkt in Kitzingen. Neben der allgemein- und fachärztlichen Betreuung werden zusammen mit medmissio auch Präventionsprogramme, Impfaufklärung zu COVID-19 und Gesundheitskurse angeboten, die den Bewohnern ein Basiswissen rund um das Thema Gesundheit vermitteln.

Viele Geflüchtete sind von den Bedingungen und Erlebnissen vor allem auf der Flucht traumatisiert und körperlich angeschlagen. Dringend notwendige längerfristige psychische Betreuung steht oft nicht zur Verfügung. Ihre Lage wird erschwert durch das Asylbewerberleistungsgesetz, das nur einen eingeschränkten Zugang zu einer angemessenen Gesundheitsversorgung erlaubt.

Wir setzen uns seit vielen Jahren vehement dafür ein, dass sich das ändert. Wir fordern, dass Geflüchtete, die in Deutschland leben, unabhängig von ihrem Herkunftsland und Aufenthaltsstatus alle den gleichen Zugang zu medizinischer Versorgung unter gleichen Standards erhalten.

Ansprechpartnerin: 
Nadja Rupp
0931 80 48 517 mobil 0152 54 25 85 91
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