
Am heutigen 11. Februar ist Welttag der Kranken. Papst Leo XIV. setzt in seiner Botschaft zu diesem Tag einen klaren Fokus:
Nicht wegschauen, nicht vorbeigehen. Mitgefühl zeigt sich erst dann, wenn es Konsequenzen hat, wenn jemand stehen bleibt, Verantwortung übernimmt, Hilfe organisiert, und andere mit ins Boot holt. Krankheit soll nicht isolieren, und Fürsorge soll nicht am guten Willen einzelner hängen, sie braucht ein belastbares Wir.
Dieser Gedanke trifft den Kern dessen, wofür medmissio – Institut für Gesundheit weltweit, arbeitet. Denn wir sehen jeden Tag, was passiert, wenn Krankheit auf fehlende Strukturen trifft: Wenn eine behandelbare Infektion gefährlich wird, weil Diagnostik fehlt. Wenn Medikamente nicht verfügbar sind, weil Lieferketten brüchig sind oder Budgets wegbrechen. Wenn Pflegekräfte alles geben, aber zu wenige sind. Wenn Menschen zu spät kommen, nicht weil sie nicht wollen, sondern weil der Weg zur nächsten Versorgung zu weit ist, die Kosten zu hoch, die Unterstützung zu dünn.
Papst Leo XIV. erinnert daran, dass Hilfe nicht bei einem Impuls stehen bleiben darf. Genau hier setzt medmissio an. Wir versuchen nicht, Symptome zu verwalten, wir stärken Versorgung so, dass sie dauerhaft trägt. Das bedeutet konkret:
Wir stärken Gesundheitsversorgung dort, wo sie besonders verletzlich ist, gemeinsam mit Partnerinnen und Partnern vor Ort.
Wir setzen uns dafür ein, dass Menschen medizinische Hilfe bekommen, bevor aus behandelbaren Erkrankungen lebensbedrohliche Krisen werden, durch langfristige, systemstärkende Arbeit.
Wir bringen Expertise, Erfahrung und Netzwerk zusammen, damit aus einzelnen Initiativen tragfähige Versorgung wird.
Und wir wissen ebenso: Gesundheit entsteht nicht nur im Behandlungsraum. Sie hängt an Wissen, an Qualität, an Zusammenarbeit, an politischen Entscheidungen. Deshalb gehört zu unserem Alltag auch das, was oft weniger sichtbar ist, aber entscheidend bleibt:
Wir beraten Akteurinnen und Akteure im Bereich internationale Gesundheit, damit Projekte nicht gut gemeint, sondern gut gemacht sind.
Wir bilden medizinische Fachkräfte fort und bereiten sie auf Einsätze vor, unter anderem zu Tropenmedizin, Infektiologie und internationaler Gesundheit.
Wir forschen zu vernachlässigten Krankheiten und globalen Gesundheitsfragen, damit Behandlungslücken nicht einfach als Normalzustand hingenommen werden.
Wir organisieren Austausch und Fachveranstaltungen, weil Wissen Wirkung entfaltet, wenn es geteilt, geprüft und weiterentwickelt wird.
Wir machen politische Anwaltschaft für globale Gesundheit, weil Versorgung nicht vom Zufall abhängen darf, ob Mittel gestrichen werden oder Programme stabil bleiben.
Der Welttag der Kranken ist deshalb für uns kein symbolischer Termin. Er ist ein Realitätscheck. Er fragt, ob wir bereit sind, Nähe auszuhalten, auch wenn sie Zeit kostet. Ob wir Verantwortung teilen, statt sie weiterzureichen. Ob wir Strukturen schützen, die Leben schützen.
Wir danken an diesem Tag allen, die pflegen, begleiten, zuhören, organisieren, und das oft unter Bedingungen, die an die Substanz gehen. Und wir laden dazu ein, den Blick zu weiten. Wer Krankheit ernst nimmt, nimmt auch die Bedingungen ernst, unter denen Menschen gesund werden können.
Wenn Sie medmissio unterstützen, stärken Sie genau dieses Prinzip: Mitgefühl, das nicht beim Gefühl bleibt, sondern als verlässliche Versorgung ankommt, dort, wo sie am dringendsten gebraucht wird.
Die Botschaft von Papst Leo XIV. im Wortlaut:
https://www.vaticannews.va/de/papst/news/2026-01/wortlaut-papst-leo-xiv-botschaft-welttag-kranke-2026.html
Ihre Hilfe zählt
Mit Ihrer Spende ermöglichen Sie uns, auch weiterhin dort zu helfen, wo die Not am größten ist. Gemeinsam können wir dafür sorgen, dass Gesundheit keine Frage des Geburtsorts bleibt.
