Missionsärztliches Institut

Prof. Klaus Fleischer feierte mit Freunden und Weggefährten seinen 80. Geburtstag nach.

Zusammen mit Freunden und Weggefährten hat Prof. Klaus Fleischer im Missionsärztlichen Institut seinen 80. Geburtstag nachgefeiert. Für den Gottesdienst in der Kapelle der Missioklinik hatte sich der Jubilar das Motto „Duc in altum“ aus dem Neuen Testament gewählt, was übersetzt so viel heißt wie „fahr hinaus auf den See“. Instituts-Spiritual Burkhard Hose sagte in seiner Predigt, Jesu Nachfolge verlange Bewegung und vertrage sich nicht mit Stillstand. Das sei nichts anderes, als ins Ungewisse hinauszufahren.

In der Begegnung mit dem Institut treffe er immer wieder Menschen, die es in die Welt hinaustreibt, weil Gesundheit ein Menschenrecht nicht nur für Privilegierte ist, so Hose weiter. Vor 50 Jahren hätten Klaus Fleischer und seine Frau Luitgard das Motto „Duc in altum“ in die Tat umgesetzt. Klaus Fleischer habe sich für das Institut entschieden und für die Ehe. „Wir feiern heute nicht nur Geburtstage und Jubiläen, sondern auch das Vertrauen in den Aufbruch“. Die Feier sei Anlass, zum Aufbruch zu ermutigen und sich nicht zu fürchten. Zu der Feier gekommen waren auch Jubilare, die in diesem Jahr ebenfalls 80.Geburtstag gefeiert haben.

Geschäftsführer Michael Kuhnert würdigte Fleischers unermüdliches Engagement für das Institut. Das heutige MI sei ohne ihn undenkbar. Dass er jetzt nicht mehr seine gesamte Freizeit dem Institut opfere, sondern „nur“ noch einen immer noch beachtlichen Teil davon, sei nicht selbstverständlich. Weil er wisse, dass der Jubilar kein Freund von überschwänglichem Lob sei, wolle er nur ein paar wenige seiner Verdienste nennen, sagte Kuhnert. Er erwähnte unter anderem die Gründung des Armauer-Hansen-Instituts mit seinem Lehrlabor für angepasste Technologie für Krankenhaus und Labore in Entwicklungsländern vor 40 Jahren. Mit der Gründung der Arbeitsgruppe AIDS und internationale Gesundheit habe Fleischer Pionierarbeit geleistet.

Klaus Fleischer dankte der „Missiofamilie“ und seinen Weggefährten für ihre Freundschaft und appellierte an die Anwesenden, neugierig zu bleiben und noch „viel radikaler“ zu werden. Er wünschte sich, „dass wir es geschwisterlich machen“.

Dank und Anerkennung im Namen der Diözese und des Vorstands drückte Domkapitular Christoph Warmuth aus. „Ohne Ihre offene Art wären viele Kooperationen mit kirchlichen und nichtkirchlichen Partnern nicht möglich gewesen“, sagte er. Warmuth lobte Fleischers fachliche und menschliche Kompetenz und dankte Luitgard Fleischer, dass sie ihren Mann auf einem nicht immer einfachen Weg begleitet habe.

Für die Gemeinschaft der Missionshelferinnen (GMH) bescheinigte Renate Hofmann dem Jubilar, die Entwicklung der GMH maßgeblich begleitet zu haben. Er sei immer ein ermutigender Partner gewesen. Hofmann überbrachte auch die Glückwünsche der Leiterin der Medical Mission Congregation of Bangalore, des einstigen Medical Mission Secular Institute, Schwester Maria Rathinam.

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