Missionsärztliches Institut

Die christliche Liedermacherin Stefanie Schwab stellt am 24. November ihre neue CD vor

Würzburg (MI) Ein „Glaubenszeugnis ohne salbungsvollen Schmalz“, Musik, die „tröstet und glücklich macht“ - so und ähnlich äußern sich Besucherinnen und Besucher der Konzerte von Stefanie Schwab. Dabei sorgt die christliche Liedermacherin aus Würzburg nicht nur bei ihrem Publikum in Deutschland für Begeisterung. Seit 20 Jahren unterstützt sie mit ihrem Projekt „Archana“ Mädchen und junge Frauen in Indien, die aus armen Familien kommen und sich ohne finanzielle Hilfe keine Ausbildung leisten könnten.

Zum Jubiläum erscheint Schwabs neue CD „Wo ist der Himmel?“. Vorgestellt wird sie bei einem Konzert am Sonntag, 24. November, um 17.00 Uhr in der Würzburger Kirche St. Elisabeth.

Fast 100.000 Euro hat die Liedermacherin seit dem Start von „Archana“ gesammelt, in dem sie einen Teil des Erlöses ihrer Konzerte und CDs spendet. Viele Gemeinde und Organisationen würden durch eigene Aktionen größere Summen beisteuern und auf das Konto im Missionsärztlichen Institut überweisen, erzählt sie dankbar.

Schulbildung für Kinder von Wanderarbeitern

Das Geld ist gut angelegt. Zunächst gingen die Spenden an das Mädchenheim Jyoti Bhavan in Pathardi in der Provinz Maharashtra, das die Schwestern der Gemeinschaft der Missionshelferinnen gerade gebaut hatten. Die Menschen dort leben vom Zuckerrohranbau und sind den Großteil des Jahres als Wanderarbeiter unterwegs. Ihre Kinder ziehen mit ihnen, eine Schulbildung bekommen sie nicht. Das trifft besonders die Mädchen, die diesem Umfeld kaum entrinnen können. Die Mädchen bekommen mit Hilfe der Spenden ein Quartier, Schulkleidung und die Möglichkeit zum Schulbesuch.

In dem Mädchenheim lebte damals auch die kleine Archana, nach der das Projekt benannt ist. Sie war eine der ersten, die sich nach der Schule im nahe gelegenen Shevgaon zur Krankenschwester ausbilden ließen und heute in Puna arbeitet. Mittlerweile profitiert nicht nur das Mädchenheim von der Hilfe aus Deutschland. Als die Schwestern in Shevgaon eine Krankenpflegeschule eröffneten, fehlte vielen Mädchen das Geld für die Ausbildung. Deshalb flossen die Konzertspenden vermehrt in Stipendien für Mädchen aus armen Verhältnissen.

Nachhilfelehrer finanziert

Heute unterstützt die Liedermacherin auch Frauengruppen. Das neu erbaute Haus der Schwestern in Bangalore hat einen Versammlungsraum, wo sich Frauen aus den Slums treffen können. Und auch den Schwestern bietet es einen Rückzugsort, um Kraft zu schöpfen für ihre anstrengende Arbeit in den Elendsvierteln. Aktuell werden mit den Spenden in Pathardi zwei Nachhilfelehrer für Englisch und Computer finanziert. „Damit schaffen wir gleichzeitig Arbeitsplätze“, freut sich Schwab.

Milchpulver für hungernde Kinder

Unternährten Kindern helfen die Schwestern mit Milchpulver, das sie ebenfalls mit Hilfe von Spenden kaufen. Spenden sind auch schon an das Behindertenheim der Gemeinschaft in Jawadhi Hills geflossen. Schwab hat regelmäßig Kontakt zur zuständigen Schwester Jema Rodriguez. „Sie ist wie eine Freundin für mich“ sagt sie.

Die indischen Schwestern bekommen regelmäßig Schwabs CDs geschickt. Die deutschen Texte verstehen sie zwar nicht. Aber sie sind dankbar für Schwabs Unterstützung. Und die Liedermacherin freut sich über das Vertrauen und Engagement ihrer Spenderinnen und Spender. Ihnen garantiert sie, dass jeder Euro ohne Abzug von Verwaltungskosten direkt dort ankommt, wo die Hilfe am dringendsten benötigt wird.

Die neue CD ist für 13 Euro erhältlich beim Konzert am 24. November oder direkt bei Stefanie Schwab: www.stefanieschwab.de. Der Eintritt zum Konzert ist frei.

Elke Blüml (MI)

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