Dokumente der Online-Plaftform wurden mehr als 2,6 Millionen Mal heruntergeladen

Laut Weltgesundheitsorganisation infizieren sich weltweit jährlich 10,4 Millionen Menschen mit Tuberkulose, darunter eine Million Kinder. Etwa 60 Prozent der Neuansteckungen entfallen auf Indien, Indonesien, China, Nigeria, Pakistan und Südafrika. Doch auch in anderen Teilen der Welt ist Tuberkulose nach wie vor ein großes gesundheitliches Problem. In Deutschland sind die Zahlen der Neuinfektionen in den vergangenen Jahren zum ersten Mal gestiegen. Deshalb hat das  Missionsärztliche Institut seine Internetplattform MEDBOX um Informationen zu der Infektionskrankheit ergänzt.

Die neue TB-Toolbox, die mit finanzieller Unterstützung der „Stiftung Tuberkulosehilfe Würzburg“ realisiert werden konnte, ist eine Sammlung von Aufklärungsmaterialien rund um Diagnose und Therapie. Durch die leichte Handhabung kommen auch internetunerfahrene Personen unter www.tbbox.org einfach und schnell an oft lebensrettende Informationen. Ärzte, Apotheker, Pflegepersonal, aber auch Mitarbeiter von Gesundheitsministerien und Nichtregierungsorganisationen finden aktuelle Informationen zu Risikogruppen und Strategien gegen die Ausbreitung von Tuberkulose. Themen sind auch die Integration nationaler und internationaler Richtlinien zur Behandlung von Tuberkulose in Gesundheitseinrichtungen sowie organisatorische Maßnahmen, um schnell auf einen Ausbruch reagieren zu können.

Seit ihrem Start Ende 2013 wurden die inzwischen über 10.000 verfügbaren Dokumente mehr als 2,6 Millionen Mal heruntergeladen. Aus fast allen Ländern der Welt sind Zugriffe zu verzeichnen. Jeden Tag besuchen mehr als 1.000 Nutzer die mehrsprachige Online-Sammlung.

Ebenfalls neu ist die „CONFLICT“-Toolbox www.conflictbox.org . Darin zusammengefasst sind Informationen zu Ländern in aktuellen Krisensituationen, vom Südsudan über Jemen und Syrien bis hin zu Myanmar mit dem Flüchtlingsproblem der Rohingyas. Informationen gibt es unter anderem zur Lage der Flüchtlinge in Camps und allgemein zur medizinischen Versorgung von Menschen auf der Flucht.

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