Missionsärztliches Institut

Armut und soziale Ungleichheit gemeinsam angehen

 München/Würzburg (MI) Das Missionsärztliche Institut gehört zu den Erstunterzeichnern der Initiative "Bayernplan für eine sozial-ökologische Transformation". Mehr als 80 Organisationen und Einzelpersonen aus Kirchen, Umweltschutz, Eine-Welt-Bewegung, Kultur, Soziales und Wissenschaft haben sich zu der Initiative zusammengeschlossen.

Das Missionsärztliche Institut weise seit vielen Jahren Politiker und Regierungsverantwortliche darauf hin, dass Entwicklung und Gesundheit eng miteinander verknüpft seien, erklärte dessen Geschäftsführer Michael Kuhnert. Die Corona-Pandemie zeige deutlich die dramatischen Folgen von Armut und sozialer Ungleichheit für das Leben von Millionen Menschen in Ländern des Südens.

Die aktuelle Krise zeige, wie viel möglich sei, wenn es wissenschaftlich begründet und politisch gewollt werde, heißt es auch im Begleitschreiben zur Petition. Bayern solle in Deutschland und Europa eine Vorreiterrolle einnehmen und dabei den "Mythos von Laptop und Lederhose aktualisieren". Die Pandemie sowie Probleme wie der Klimawandel und wachsende soziale Ungleichheit überlagerten und verstärkten einander. Dies lege eine gemeinsame Ursache nahe.

Die Initiatoren sind überzeugt, dass die neoliberalen "Auswüchse der Hyperglobalisierung zurückgefahren werden müssen". Darin sehen sie sich auf gleicher Linie mit Entwicklungsminister Gerd Müller (CSU). Dieser habe die Corona-Krise als "Weckruf an die Menschheit" bezeichnet, "mit Natur und Umwelt anders umzugehen". Die Unterzeichner des Bayernplans fordern unter anderem kürzere Produktions- und Vertriebswege. Aktuelle Corona-Hilfspakete müssten zu einer sozial-gerechteren und ökologisch nachhaltigeren Wirtschafts- und Gesellschaftsordnung beitragen. Die Webseite ist zu erreichen unter www.wirtransformierenbayern.de.

 

 

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