FOTOGRAFIE – OBJEKTE IM RAUM – AUDIOINSTALLATION VON JENS REULECKE

Würzburg (MI) Der mittelalterliche jüdische Friedhof Würzburgs als Zeugnis 900jährigen jüdischen Lebens steht im Mittelpunkt der Installation „Nachhall“, die bis zum 30 September im Johanna-Stahl-Zentrum zu sehen ist. Der Berliner Künstler Jens Reulecke, Mitglied des Missionsärztlichen Instituts, versteht nach eigenen Angaben „Nachhall“ als eine Hommage an das jüdische Leben Würzburgs, dessen Spuren weit in die Vergangenheit hineinreichen und zugleich gegenwärtig sind.

Die Installation ist das Ergebnis einer über drei Jahre währenden künstlerischen Annäherung an den mittelalterlichen jüdischen Friedhof in Würzburg. Er wurde im 16. Jahrhundert mit dem Juliusspital überbaut. Seine Steine liegen in einem Depot unter dem jüdischen Gemeindezentrum. „Sein Nachhall reicht in unsere Gegenwart. Nach und nach entstand für mich ein Wahrnehmungsraum für diesen Ort, für seine Abwesenheit. Behutsam verwandelte er sich in ein Gegenüber und öffnete so den Raum einer“, erläutert der Künstler.

Die Ausstellung steht unter der Schirmherrschaft des Präsidenten des Zentralrats der Juden in Deutschland, Dr. Josef Schuster. Öffnungszeiten Montag bis Donnerstag 10 bis 17 Uhr, Freitag 10 bis 13 Uhr und nach Vereinbarung. Tel: +49 (0)931 18 275 Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!www.wuerzburg.de/juedisches-leben

 

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