Missionsärztliches Institut

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter müssen für Teilnahme an Demo keinen Urlaub nehmen

Würzburg (MI) Das Missionsärztliche Institut in Würzburg hat seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aufgerufen, sich am Freitag, 20. September, am bundesweiten Klimastreik zu beteiligen. Anders als andere Arbeitnehmer müssen die Beschäftigten dafür allerdings weder Urlaub nehmen noch ihre Überstunden opfern. Die „Fridays for Future“ seien „Ausdruck grenz- und generationenübergreifender Solidarität, Aufforderung zu persönlicher, wirtschaftlicher und politischer Umkehr und damit ein ganz starkes Zeichen der Hoffnung, begründet Geschäftsführer Michael Kuhnert seinen Appell, sich der Würzburger Demo anzuschließen.

 Der Kampf darum, die Erderwärmung unter 1,5 Grad zu halten, sei eine Herausforderung und eine Aufgabe, der sich nicht nur die junge Generation, sondern alle Menschen jeden Alters stellen müssten, so Kuhnert weiter. „Als Gesundheits- und Entwicklungshilfeorganisation sind wir tief besorgt über die dramatischen Auswirkungen der zunehmenden Erderwärmung, die vor allem auf dem ungebremsten CO2-Ausstoß basiert. Die Klimakrise hat ernste Folgen für die globale Gesundheit, trifft ganz besonders die Armen in Asien, Afrika und Lateinamerika, macht sich aber auch immer deutlicher in Europa bemerkbar.

 „Spiegel vorgehalten“

 Die jungen Leute hielten den Erwachsenen den Spiegel vor, weil sie daran erinnern, dass deren Lebensstil es unmöglich macht, die Erderwärmung auf unter 1,5 Grad zu begrenzen. „Dafür verdienen sie unseren Dank, unsere Hochachtung und unsere Unterstützung“, schreibt der Geschäftsführer.

 Verantwortung übernehmen

 Kuhnert äußerte sich überzeugt davon, die jungen Leute müssten unterstützt werden. Schließlich würden die Erwachsenen auf der politischen, wirtschaftlichen und persönlichen Ebene darüber entscheiden, welche Art von Zukunft die Erde und deren Kinder und Enkel haben werden.

Kuhnert weiter: „Die protestierenden Jugendlichen der „Fridays for Future“ öffnen uns die Augen für den Ernst der Klimakrise und die fatalen Folgen der Erderwärmung. Sie fordern von uns Erwachsenen im Allgemeinen und von den Entscheidungsträgern in Politik und Wirtschaft im Besonderen, endlich Verantwortung zu übernehmen für den Zustand unserer „Mutter Erde“, für alle ihre Lebewesen  und Ökosysteme, sowie für das Wohlbefinden, für intakte Lebensgrundlagen und für die Chancengerechtigkeit der zukünftigen Generationen!“

 Nach Kuhnerts Ansicht verdient die Bewegung „Fridays for Future“ Hochachtung, weil sie sich für die Bewahrung der Schöpfung und das Weltgemeinwohl einsetze und bereit sei, dafür belächelt, beschimpft, persönlich angefeindet oder sanktioniert zu werden. „Die „Fridays for Future“ sind imposante Zeichen der Zeit: Denn die jungen Menschen legen mit ihnen ein deutliches Zeugnis ihrer Sorge um die Welt ab, so wie sie gerade ist.“

 (2019/09/17)                                                                                                             e.b. (MI)

­