Beitrag von Michael Kuhnert im Jahresbericht Weltkirche

Der Geschäftsführer des Missionsärztlichen Instituts, Michael Kuhnert, kritisiert den Egoismus reicher Länder, die „bei der Zahl der Impfungen davonziehen“ und die armen Länder zurücklassen. Wie mit dieser Mentalität die Corona-Pandemie weltweit besiegt und die Gesundheitsversorgung der Armen substanziell verbessert werden solle, sei unklar, schreibt Kuhnert in seinem Beitrag zum Jahresbericht Weltkirche 2020.

Drei Viertel aller bis Juni 2021 verimpften Dosen entfielen auf nur zehn Länder. Bisher habe man sich nicht einigen können, die Patente auf Impfstoffe gegen Covid-19 auch nur eine Zeit lang auszusetzen. Weiter kritisiert Kuhnert, die Gesundheitsversorgung aller Menschen und der Aufbau stabiler Gesundheitssysteme hätten in der staatlichen und kirchlichen Entwicklungszusammenarbeit oft nicht den Stellenwert, den sie von Selbstanspruch und Auftrag her eigentlich haben müssten.

Der Jahresbericht Weltkirche bietet einen Überblick über die vielfältige Arbeit der weltkirchlichen Akteure in Deutschland. Ebenso enthält er aktuelle Zahlen und Statistiken zur Projektarbeit der 27 (Erz-)Bistümer, Hilfswerke und Missionsorden.

Jahresbericht_Weltkirche.pdf

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