Sauberes Wasser auf der Insel Ijinga hilft, die Wurmerkrankung Schistosomiasis zurückzudrängen

Die ersten beiden Brunnen liefern bereits sauberes, klares und geschmacksneutrales Wasser. Zwei weitere wurden jetzt auf der Insel Ijinga im Viktoriasee in Auftrag gegeben, wie der Tropenmediziner Dr. Andreas Müller berichtet. Die Arbeiten werden von einem lokalen tansanischen Unternehmen ausgeführt, das in der Region bereits zahlreiche Brunnen gebaut hat. Für jeden Brunnen wurde ein Team von drei Leuten des jeweiligen Dorfs in die Wartung und Instandhaltung der Pumpe eingewiesen. Die erforderlichen Werkzeuge und ein Satz an Verschleißteilen werden zentral in der Schule der Insel gelagert und bei Bedarf zur Verfügung gestellt.

Damit kommen die rund 2.500 Inselbewohner dem Ziel, die Wurmerkrankungen Schistosomiasis zurückzudrängen, einen weiteren Schritt näher. Bisher war das Seewasser ihre einzige Wasserquelle. Beim Wasserholen laufen die Menschen Gefahr, sich mit den im See lebenden Larven zu infizieren. Außerdem können sie sich mit Durchfallerregern anstecken. Wegen der darin schwimmenden Algen hat das Wasser einen unangenehmen Geschmack.

Sauberes Wasser steht laut Müller daher auf der Wunschliste der Dorfbevölkerung ganz oben. Die beiden neuen Brunnen sollen möglichst noch bis Ende des Jahres fertiggestellt werden. Für einen fünften Brunnen, der im kommenden Jahr gebaut werden soll, werden dringend Spender gesucht. Die Kosten liegen bei 5.000 Euro.

­